Heilbronner Weg – Rappenseehütte und Kemptner Hütte

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Samstag 04. August, halb sieben Uhr am Morgen, wir starten zu unserer Mehrtagestour in Richtung Oberstdorf. Nach gut zwei Stunden Fahrt sind wir am Startpunkt, dem Parkplatz der Fellhornbahn angekommen und machen uns fertig für den Aufstieg zur Rappenseehütte. Das Wetter spielt mit und wir kommen gut voran. Über Wiesen und durch kleine Wälder geht es bergauf bis zur Enzianhütte (1.789m). Dort angekommen gibt es eine kleine Stärkung in Form von kalten Getränken und süßen Speisen. Von der Enzianhütte aus geht es nun auf direktem und steilem Weg hoch bis zur Rappenseehütte (2.092m), unserer Station für die kommende Nacht. Auf der Hütte angekommen und nachdem der Flüssigkeitshaushalt aufgefüllt und die Rücksäcke im Zimmer verstaut sind, geht es noch weiter zum heutigen Tagesziel, dem Gipfel des Rappenseekopfes (2.469m). Gut eine Stunde später stehen wir dann ganz oben. Man hat einen herrlichen Blick über die umliegenden Berge, auf die Rappenseehütte und auch den Rappensee kann man von oben bestaunen. Beim Abstieg in Richtung Rappenseehütte wird kurzerhand ein kleiner Umweg zum Rappensee gemacht. Der blau-grüne See lädt zu einer willkommenen Abkühlung ein. Bei einer Wassertemperatur von ca. 16°Cschwimmen wir ein paar runden bevor es dann zurück zur Hütte geht. Beim gemeinsamen Abendessen und beim gemütlichen Zusammensitzen lassen wird den ersten Tag ausklingen.

Sontag 05. August, viertel nach Sechs, der zweite Tag der Mehrtagestour beginnt. Auf der Hütte ist schon ordentlich betrieb und auch wir machen uns auf in Richtung Waschraumbzw.Gaststube. Nach dem Frühstück geht es gegen halb acht Uhr los in Richtung Kemptner Hütte, unserer Station für die zweite Übernachtung. Über einen steilen Anstieg kommen wir nach ca. einer Stunde Gehzeit am Einstieg des Heilbronner Weges an. Der Heilbronner Weg ist der älteste und bekannteste Felsensteig der Nördlichen Kalkalpen. Ein Schild am Einstieg weist alle Wanderer daraufhin, dass nun schwierigeres Gelände auf einen wartet. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit werden Vorausgesetzt.Wir lassen den Gipfel des Hohen Lichts (2.651m) links liegen und laufen weiter zum Heilbronner Thörle, einer sehr engen und imposanten Felsspalte. Immer eng am Fels entlang geht es weiter bergauf zum Steinschartenkopf. Über eine am Fels angebrachte Leiter wird der höchste Punkt des Steinschartenkopfes erreicht. Das nächste Teilstück des Heilbronner Weges wird nun zu einer schönen Gratwanderung. Über eine Leiterbrücke kommen wir immer näher in Richtung Mädelegabel (2.644m), einem weiteren Gipfel auf unserem Weg zur Kemptner Hütte. An der Weggabelung Kemptner Hütte/Waltenbergerhaus gibt es eine weitere Stärkung bevor es über den Bockkarkopf (2.609m) zum Einstieg der Gipfelroute auf die Mädelegabel geht. Dort angekommen entscheiden wir uns auch diesen Gipfel links liegen zu lassen, da der Weg bis ganz nach oben sehr steil ist und auch leichte Kletterpassagen enthält. Kurze Zeit später haben wir die Erkenntnis alles richtig gemacht zu haben. Beim Blick zurück sehen wir dass der Gipfel der Mädelegabel komplett in Nebel gehüllt ist. Am frühen Nachmittag sind wir dann am Tagesziel angekommen, der Kemptener Hütte. Auch hier werden als erstes die Schlafplätze für die Nacht bezogen, bevor es dann auf der Sonnenterasse bei kühlen Getränken nur noch ums Entspannen geht. Eine schöne Dusche, ein deftiges Abendessen und danach noch ein gemütliches Beisammensein runden die beiden ersten Tage der Tour perfekt ab.

Montag 06. August, halb acht Uhr am Morgen, Frühstück auf der noch im Schatten liegenden Terrasse der Kemptner Hütte. Alle sind wieder bei Kräften und es kann demnächst weiter nach Spielmannsau, dem Ziel unserer Tour gehen. Auch wenn man dem Einen oder Anderen noch die Anstrengungen des gestrigen Abends ansieht, sind alle bei bester Laune und gegen halb neun geht es abwärts ins Tal. Kurz vor dem Ziel kehren wir noch in der Alpe Oberau ein. Anschließend geht es mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt und von dort aus ab in die Heimat. Fazit – eine Rund um gelungene Tour, bei schönstem Wetter und mit einer super Truppe.


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